S C H I M M E L P I L Z E
 

Schimmelpilze und deren - unerwünschtes- Vorhandensein ist ein sehr umfangreiches Gebiet im Bereich der Bauschadensanalyse und - beseitigung.
Im Nachfolgenden können daher nur einige allgemeine Erläuterungen über Ursachen, Schadensfeststellung und Sanierung aufgeführt werden.

 
Es ist ein sehr zentrales Thema und führt sehr häufig zu Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermieterin, aber auch zwischen Bauherren und ausführenden Handwerksunternehmen
 

Schimmelpilze sind ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt, ihre Sporen kommen eigentlich überall vor und sind normalerweise harmlos.
Übersteigt allerdings die Konzentration der Pilze ein kritisches Maß, kann dies zu (erheblichen) Gesundheitsbeschwerden führen

 
Grundlagen für Schimmelwachstum:
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ph-Wert
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Temperatur
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Zeit (bei günstigen Randbedingungen ca. 12-18 Stunden)
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Nahrung (Tapeten, Staub, organsiche Stoffe...)
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Feuchtigkeit
 
Der wichtigste Faktor für das Wachstum von Schimmelpilzen in Gebäuden ist das Vorhandensein von Feuchtigkeit!
 
Bei der Entstehung bzw. dem Vorhandensein von Feuchtigkeit kann man grundsätzlich zwei Wirkungskomplexe unterscheiden:
  Feuchtigkeit durch Mängel oder Schäden an der Bausubstanz (z.B. Durchfeuchtung von Außen(Risse), Wärmebrücken etc.)
 
  Feuchtigkeit durch Nutzerverhalten (zu geringes Lüften, nicht angepaßtes Heizen etc.)
 
 
Die Feuchtigkeitsgrenze, ab der mit Wachstum von Schimmelpilzen zu rechnen ist, liegt bei ca. 70 % relativer Feuchte an den Oberflächen.
 
Ein 4-Personenhaushalt produziert zwischen 10 und 15 Litern Feuchtigkeit (Kochen, Duschen, Waschen, Schwitzen...) an einem Tag!
 
 
Ursachen:
Stellt die Ursache ein baulicher Mangel dar, so muss dieser umgehend beseitigt werden. Damit sollte das Schimmelproblem behoben werden können.
Bauliche Mängel können sein:
Risse in der Fassade
Wärmebrücken
geringe Dämmwirkung der Assenwände
Feuchtigkeit (z.B. Restfeuchte bei Neubauten) in der Konstruktion
 
Ist ein baulicher Mangel als Ursache für den Schimmel ausgeschlossen, bzw. wurde ein Mangel beseitigt, der Schimmel ist aber immer noch vorhanden, so liegt die Schimmelbildung im Nutzverhalten begründet.
Gründe hierfür können sein:
zu geringes Lüften
nicht angepaßtes Heizen (vor allem in Schlafräumen)
Behinderung der Wärmeabgabe von Heizkörpern z.B. durch Verkleidungen, Vorhänge etc.
 
zu dichtes Aufstellen von Möbel an den Aussenwänden
sehr starke Feuchteproduktion (Bäder, Waschmaschinen, Trockner etc.)
 
Das richtige Lüften stellt das wirksamste Mittel dar, um die vom Raumnutzer selbst produzierte Feuchtigkeit zu entfernen!
 
Beseitigung:
Es ist im Grunde immer anzuraten, bei Verdacht auf Schimmelpilze einen kompeteten Berater zur Rate zu ziehen. Er kann helfen, die Ursachen fest zu stellen und ein Sanierungskonzept entwickeln und bei dessen Umsetzung helfen.
 

Kleinere, partiell und nur kurzzeitig auftretendende Schimmelpilzbildungen kann
man evtl. selber beseitigen. Hierbei sollte man allerdings sehr vorsichtig agieren.
Auch wenn es übertrieben klingen mag, Handschuhe und Mundschutz und evtl.eine Schutzbrille sollte man tragen.
Den Schimmel sehr vorsichtig, ohne Staubaufwirbelung, reinigen und die Flächen dann mit mind. 70%-igen Ethylalkohol(Ethanol) desinfizieren.
Sehr poröse, strukturierte Materialien lassen sich deutlich schwieriger reinigen, als Glatte.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Dipl.-Ing. Günter Legel - Sachverständiger für Bauschäden und Architekt
Krümmlingsweg 3 - 63110 Rodgau - Fon (06106) 266 79 90 - Fax (06106) 266 79 91 - eMail:info@sv-legel.de